Kontakt

Regierungspräsidium Tübingen

Herr
Mathias Kröger
Projektleiter
Telefon (0 70 71) 757-17 75 03

Gemeinde Grafenberg

Bauamt
Bergstr. 30
72661 Grafenberg
Telefon (0 71 23) 93 39-13

Von der Notwendigkeit zum Bau

Hintergründe:

Die B 313 verbindet als wichtige Verkehrsachse Reutlingen, Metzingen und Nürtingen mit Anschlüssen an die A8-Plochingen (Hafen)-Esslingen-Stuttgart. Grafenberg ist als echte Ortsdurchfahrt mit einem Verkehrsaufkommen von 17.000 bis 18.000 Fahrzeugen in 24 Stunden stark belastet. Das hohe Verkehrsaufkommen hat für die Gemeinde gravierende Folgen:

  • Hohe Lärm- und Immissionsbelastung, die durch die enge Bebauung und starke Kurven noch verstärkt wird.
  • Die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss sind durch die enge Bebauung, die teilweise bis an den Gehwegrand reicht, die kurvige Straßenführung, die schlechten Sichtverhältnisse und die hohe Verkehrsbelastung stark eingeschränkt.
  • Zudem erhöte Belastung durch den Schwerlastverkehr.
  • Trennung der Gemeinde in zwei Teile, Grafenberg ist durch die B 313 zerschnitten, der Ortskern droht auszubluten.
  • Die begonnene und dringend erforderliche Bildung eines echten Ortszentrums ist kaum möglich.

Zur Umgehung

Die 1,6 km lange Neubaustrecke der B 313 führt südlich an Grafenberg vorbei und wird mit Kreisverkehrsplätzen am Bauanfang und Bauende in den bestehenden Straßenzug der B 313 eingebunden.Der Gesamtkostenrahmen beträgt ca. 7,3 Mio Euro. Zur Verringerung der Lärmimmissionen werden entlang der Strecke als Freiwilligkeitsleistung der Gemeinde Grafenberg Lärmschutzwälle und Wände errichtet.Die für die Umgehung benötigte private Grundstücke konnten von der Gemeinde als Vorleistung für den Bund und zur Beschleunigung bereits erworben werden, bzw. liegen in den zwei übrigen Fällen bereits schriftliche Zusagen vor.Die Ortsumfahrung der B 313 erfährt einen großen Rückhalt in der Bevölkerung der Gemeinde Grafenberg. Die große Akzeptanz in der Bevölkerung wird auch dadurch deutlich, dass im Planfeststellungsverfahren aus Grafenberg kein Einspruch, sondern nur wertvolle Anregungen eingegangen sind.  


Ausblick

Durch den Neubau der Ortsumfahrung verbessert sich die Verkehrssituation nachhaltig, so reduziert sich das Verkehrsaufkommen auf der Ortsdurchfahrt um rd. 87 %. Dies führt zu einer grundsätzlichen Verbesserung der Belastung durch die Lärm- und Abgassituation. Dadurch wird eine wesentliche Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität in der Gemeinde erreicht. Die Schaffung eines lebendigen und funktionsfähigen Ortszentrums kann endlich umgesetzt werden. Nach dem Bau der Ortsumfahrung, ist die Straßenverbindung zwischen den Mittelzentren Metzingen und Nürtingen frei von Ortsdurchfahrten und schließt eine weitere Lücke im ausgebauten Straßenzug. Der Planfeststellungsbeschluss ist mit Bescheid vom 22.09.2014 erlassen worden. Um Juli 2015 erhielt die Gemeinde die Baufreigabe durch den Bund, womit dem Bau der Ortsumgehung nichts mehr im Wege steht. Die Ersten Arbeiten für den Bau konnten bereits im Frühjahr 2016 begonnen werden. In allen Gutachten werden ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen, deutliche verkehrliche Vorteile und die Verringerung bestehender Umweltbeeinträchtigungen nachgewiesen. Vorraussichtlich können die Bauarbeiten 2018, mit dem Bau einer Lärmschutzwand abgeschlossen werden.


Chronologie

Eine ausführliche Chronologie finden Sie auch auf der Homepage des Regierungspräsidiums Tübingen.

Jahr
Entwicklung
1997
Vorplanungen durch die Gemeinde
2002
Planung der Ortsrandstraße
2005
Planung der Südvariante mit Tunnel
2006
Planung der Südvariante ohne Tunnel
2009
Genehmigung der Südvariante ohne Tunnel durch das Innenministerium Stuttgart
2011
Einleitung des Planfeststellungsbeschluss
2014
Bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss
2015
Baufreigabe durch den Bund
29.07.2016
Spatenstich der Ortsumfahrung B313