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"Handels- und Gewerbeverein"

(Mit freundlicher Genehmigung der Nürtinger Zeitung)
Fußgängerzone auf der B 313
Linsenfest: Essensdampf statt Benzinwolken in Grafenberg

In Grafenberg dampfte es am Sonntag aus vielen Töpfen. Statt Benzinwolken des Verkehrs hingen Düfte verschiedener Speisen in der Luft über der B 313, die beim Linsenfest für einen Tag zum fünften Mal in den letzten Jahren zur Fußgängerzone wurde. Vom Thema Ortsumfahrung erhitzte Gemüter konnten sich wenigstens für einen Tag abkühlen, denn ihr Wunsch ging in Erfüllung, dass die Autos raus sind aus dem Ort. Manche wollen eine solche Lösung nahezu übers Knie brechen, können den Verwaltungsablauf nicht abwarten, wie Schilder im Ort zeigen (wir berichteten).Andere sehen der ganzen Sache gelassen entgegen und genossen das Linsenfest, das Autos nur als Ausstellungsobjekte des örtlichen Autohauses zuließ und viele Fahrradfahrer und Fußgänger anlockte. Musik statt Motorenlärm gefiel den Besuchern, die auf der Straße unbekümmert bummeln konnten. Dabei gab es viel zu sehen, zu essen und zu trinken. Zum Beispiel Linsen, in gekochter Form im gastronomischen Angebot oder für die Verarbeitung in der eigenen Küche als eins von vielen regionalen Produkten auf dem Bauernmarkt mitten auf der Straße. Etwas ganz Besonderes hatte Richard Maier zu bieten, der an der Tankstelle eine besondere Art von Energietanken anbot - nämlich die aus der Vielfalt der Linsen. Selbst gezüchtet hatte er welche zum Linsenfest, um zu zeigen, wie sie wachen und verarbeitet werdenVielleicht gibt es bald auch eine große Nachfrage nach der Grafenberger Wassermelonenzucht von Simon Schur und Alexander Maisch. Sie konnten große Wassermelonen aus kleinen Pflanzen ernten. Wer Kräuter mag oder auch noch nicht, konnte daran Gefallen finden, was Ulrike Gadge kreiert hatte aus Kräutern, die Schafe gerne fressen. "Lieblingskräuter unserer Schafe" heißt ihr neuester Likör. Sie hat genau beobachtet, was den Schafen am besten schmeckt, wie zum Beispiel Salbei und Spitzwegerich. Das Glücksrad der Auszubildenden in Grafenberger Betrieben war ebenso umlagert wie der große Kinderflohmarkt. Das Kistenstapeln war einmal mehr eine Attraktion. Sven Keppler hatte wieder seinen Kran zur Verfügung gestellt und damit für eine spannende Unterhaltung gesorgt, wie überhaupt viele Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten wurden vom Mountainbikeparcours bis zum Arbeiten mit Mosaikfliesen.

Bildnachlese zum Linsenfest


 

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