134. Hauptversammlung der Freiw. Feuerwehr Grafenberg

Vier Ehrungen für 10, 20 und stolze 40 Dienstjahre, mehrere Beförderungen, drei Neueinstellungen und vier
Wahlen, darunter die Wiederwahl des Kommadaten waren die wichtigsten Punkte der 134. Hauptversammlung der Freiw. Feuerwehr Grafenberg, zu der am vergangenen Samstag alle Mitglieder in das Feuerwehhaus eingeladen
waren.
 
In seiner Begrüßung konnte Kommandant Stefan Kleemann die Mitglieder der Einsatz-, Jugend-, und Altersabteilung recht herzlich willkommen heißen. Ein besonderer Gruß galt Bürgermeister Volker Brodbeck, Kreisbrandmeister Wolfram Auch, Hartmut Holder von der Stützpunktwehr Metzingen, Martin Wurz von der Polizei, Manuela Seynstahl
von der Notfallnachsorge, Frank Schaich und Steve Thomsen vom DRK, sowie den
Gemeinderäten Thomas Vorwerk und Matthias Dembek.
Nach der Totenehrung für den im letzten Jahr verstorbenen Kameraden aus der Altersabteilung und früheren
stellv. Kommandanten Wilfried Frey gab der Kommandant Stefan Kleemann seinen Bericht. Nach einem kurzen
Rückblick auf das Geschehen in der Welt aus Sicht der Feuerwehren berichtete er über 29 Einsätze in Grafenberg, was einen neuen Rekord für Einzelalarmierungen bedeutete. So galt es 21-mal technische Hilfe zu leisten und
4 Brände zu löschen. 4-mal handelte es sich um Fehlalarme. Leider gab es dabei auch zwei Todesopfer zu
beklagen. Aus der Jugendfeuerwehr werden oder sind in diesen Monaten 6 Übertritte zu verzeichnen, was eine
besondere Herausforderung für die Abteilung bedeute, sind doch diese Abgänge durch mögliche Neuzugänge zu
kompensieren. Auch die Altersabteilung war wieder sehr aktiv, besonders ist hier der monatliche Stammtisch zu
erwähnen. Zur Vorbereitung auf die Einführung des Digitalfunks wurde das IT-Equipment auf Vordermann gebracht,
was leider nicht ganz ohne Probleme von statten ging. In der Grafenberger Feuerwehr verrichten aktuell 47 Aktive
ihren Dienst in der Einsatzabteilung. Die Altersabteilung hat 20 Angehörige und in der Jungendfeuerwehr sind 12 Jugendliche aktiv. Mit einigen Worte des Dankes beendete der Kommandant seinen Bericht.
Die folgenden Berichte des Schriftführers Ralf Wurster und des Jugendwartes Manuel Stiefel wurden in diesem
Jahr erstmals in Form eines Filmes präsentiert. Die ausführlichen Berichte wurden in gedruckter Form verteilt. Der Bericht des Leiters der Altersabteilung Hermann Thüringer und der Kassenbericht von Ralf Wurster wurden
anschließend aufmerksam verfolgt. Für die Kassenprüfer Ralf Kittelberger und Achim Knöll bestätigte letzterer, dass in der Kasse alles stimme. Nachdem Bürgermeister Brodbeck die einstimmige Entlastung vorgenommen hatte
richtete er einige Grußworte an die Versammlung. Der Feuerwehr werde ein hohes Vertrauen entgegengebracht,
da sie zu allen Tages- und Nachtzeiten für die Sicherheit der Bürger da sei. Nicht zu akzeptieren sei, dass die
Rettungsorganisationen Personal einsetzten müssten um Gaffer abzuschirmen, die Helfer behindern. Dieser
unguten Entwicklung müsse man schon im Ansatz klar begegnen. Die Feuerwehr sei ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Rettungswesens und des Sicherheitskonzeptes in Grafenberg. Man bauche deshalb Menschen, die
Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen und für andere tätig werden. Er wisse, so der Bürgermeister
weiter, dass die Anforderungen enorm gestiegen seien, auch in der Verarbeitung von extremen Einsätzen, weshalb er sehr begrüße, dass es hier Ansprechpartner in der Nachsorge für die Einsatzkräfte gebe.
Beim folgenden Punkt Ehrungen konnten Matthias Grad und Anna Thüringer für 10 Dienstjahre ausgezeichnet
werden. Für 20 Dienstjahre konnte Bianca Bader geehrt werden.

Eine besondere Ehrung wartete auf Karl-Heinz Knöll der für 40 Dienstjahre durch den Kommandanten und den
Kreisbrandmeister mit dem Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold ausgezeichnet wurde.
Als Dank für seine langjährige Treue erhielt er von seiner Wehr einen Gutschein für das Feuerwehrhotel am Titisee überreicht. Auch insgesamt vier Beförderungen gab es zu vermelden. Luca Thüringer wurde Feuerwehrmann,
während sich Felix Thüringer nun Oberfeuerwehrmann nennen darf. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden
Matthias Grad und Simon Schur befördert. Erfreulicherweise gab es auch drei Neuaufnahmen zu vermelden.
Christin-Marie Euchner und Adam Benovic kommen aus der eigenen Jugendfeuerwehr, während Andreas Huss
nach seinem Umzug nach Grafenberg auch die Feuerwehr wechselte. Mit Toni Mohr gab es leider auch einen
Abgang zu verzeichnen.
Mit dem Punkt Wahlen war nun einer der wichtigsten Punkte an der Reihe. Nachdem Marco Fischer und
Matthias Trost nicht mehr für das Amt des Ausschussmitgliedes zur Verfügung standen mussten neben
Sven Bader, der sich der Wiederwahl stellte, zwei neue Mitglieder für den Ausschuss gefunden werden. Aus
insgesamt fünf Kandidaten wurden in geheimer Wahl Sven Bader, Marcel Stiefel und Philip Knöll schließlich auf
5 Jahre in den Ausschuss der Grafenberger Wehr gewählt. Gleich anschließend folgte dann die wichtigste Wahl
des Abends. Stefan Kleemann wurde einstimmig auf 5 weitere Jahre in seinem Amt als Kommandant der
Grafenberger Feuerwehr bestätigt, wozu ihm alle recht herzlich gratulierten.
Die Reihe der Grußworte eröffnete Kreisbrandmeister Wolfram Auch. Die Wehr hatte im vergangenen Jahr nicht
nur Bagatelleinsätze, sondern auch schwere Verkehrsunfälle und ein Brand mit besonderen Herausforderungen.
Die Aufarbeitung solcher Einsätze im Nachgang auch mit Hilfe der Notfallnachsorge sei sehr wichtig. Auch habe
man gesehen, dass Soziale Medien Fluch und Segen sein können. Einerseits war es noch nie so leicht Informationen zu teilen, andererseits sei aber auch Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Als Feuerwehr könne man nur lernen
mit solchen Medien wahrheitsgetreu umzugehen. Die Grafenberger Wehr habe bewiesen, dass sie ein kompetenter und verlässlicher Partner in der Gefahrenabwehr seien. Zum Schluss würdigte er die hervorragende Zusammenarbeit mit den angrenzenden Feuerwehren und den anderen Blaulichtorganisationen. Martin Wurz von der Polizei
Metzingen hoffte, dass die 29 Einsätze eine Erweiterung der Spannungsbreite und keine Tendenz sei. Die Wehr
sei gut ausgebildet, motiviert und interessiert, was auch der im Februar geplante Vortrag mit dem Verkehrsdienst
zeige. Frank Schaich vom DRK vertrat die beiden Ortsverbände Großbettlingen und Metzingen.
Die Zusammenarbeit mit dem DRK war in Grafenberg schon immer gut, er kenne dies gar nicht anders. Er
wünschte allen Einsatzkräften, dass sie immer Heil und Gesund zu ihren Angehörigen zurückkommen. Mit der
Ankündigung eines gemeinsamen Essens konnte der Kommandant die 134. Hauptversammlung schließen.
rw