Aktuelles: Gemeinde Grafenberg

Seitenbereiche

Mehr als ein
schöner Name

Umsetzung der Grundsteuerreform 2022 - 2025

Artikel vom 16.05.2022

Ab dem 1. Juli 2022 sind die

  • Eigentümer*innen von Grundstücken (Grundsteuer B),
  • Eigentümer*innen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und Grundstücken mit land-und forstwirtschaftlicher Nutzung (Grundsteuer A)
  • Grundstücke, die mit einem Erbbaurecht belastet sind, die Erbbauberechtigte unter Mitwirkung der Eigentümer*innen des Grundstücks (Erbbauverpflichtete)

gesetzlich verpflichtet, eine Steuererklärung für das Grundstück abzugeben.

Das Finanzamt wird Ihr Grundstück für Zwecke der Grundsteuer auf den Stichtag    1. Januar 2022 neu bewerten. Hierfür müssen Sie diese Feststellungserklärung bis 31. Oktober 2022 digital an das zuständige Finanzamt übermitteln. Haben Sie andere Steuererklärungen bereits elektronisch abgegeben, können Sie Ihre bisherigen Zugangsdaten nutzen. Ein Benutzerkonto ist erforderlich. Die elektronischen Formulare werden ab dem 1. Juli 2022 unter anderem im Portal „Mein ELSTER“ bereitgestellt. Nur in begründeten Härtefällen kann die Feststellungserklärung in Papierform abgegeben werden. Die Erklärungsvordrucke für Härtefälle werden ab dem 1. Juli beim örtlichen Finanzamt ausgehändigt. Daneben ist es möglich, dass Angehörige die elektronische Erklärung über ihren ELSTER-Zugang übermitteln.

Benötigte Daten für die Grundsteuer B sind:

  • das Aktenzeichen, unter dem die Feststellungserklärung eingereicht werden muss,
  • die Grundstücksfläche,
  • der Bodenrichtwert zum 01.01.2022
  • ggf. die überwiegende Nutzung zu Wohnzwecken.

Nicht abgefragt werden in Baden-Württemberg die Art der Immobilie, die Wohn- und Nutzfläche oder das Baujahr. Das macht die Erklärung deutlich einfacher.

Die Gutachterausschüsse ermitteln derzeit die neuen Bodenrichtwerte bezogen auf den 1. Januar 2022 (Datum Stichtag unbedingt beachten!). Diese müssen spätestens bis zum 30. Juni 2022 veröffentlicht sein (Homepage der Gemeinde, Aushang am Rathaus und www.grundsteuer-bw.de).

Um die Bürger*innen bei der Abgabe der Feststellungserklärung zu unterstützen, stellt das Finanzamt zahlreiche Informationen und Hilfen bereit.

So erhalten die privaten Eigentümer*innen von Grundstücken im Mai/Juni2022 ein Schreiben von den Finanzämtern mit Hinweisen zur Grundsteuerreform allgemein sowie konkret zum jeweiligen Grundstück, für das eine Feststellungserklärung abgegeben werden muss. Anschließend erfolgt die Bewertung beim zuständigen Finanzamt. Das Ergebnis ist die Höhe des neuen Grundsteuerwerts sowie des Steuermessbetrags. Beides wird den Eigentümer*innen in einem schriftlichen Bescheid mitgeteilt.

Im nächsten Schritt legen die Kommunen für die Grundsteuer ab 2025 neue Hebesätze fest. Danach verschicken die Kommunen die Grundsteuerbescheide auf Basis des neuen Hebesatzes, des Grundsteuerwerts sowie des Steuermessbetrags. Ab dem 1. Januar 2025 wird die Steuer nach dem neuen Landesgrundsteuergesetz erhoben. Ebenso erfolgt eine Einführung der Grundsteuer C, die modifizierte Bodenwertsteuer für baureife, unbebaute Grundstücke.

Derzeit müssen Sie noch nichts unternehmen, auch eine Kontaktaufnahme ist aktuell nicht erforderlich.

Für Grundstücke der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung (Grundsteuer A) erhalten die Eigentümer*innen zu einem späteren Zeitpunkt ein separates Schreiben mit einer gesonderten Abgabefrist. In diesen Fällen kann mit der Abgabe der Feststellungserklärung bis zum Erhalt des Schreibens abgewartet werden.

Ab Juli 2022 werden auf der Internetseite www.grundsteuer-bw.de weitere Informationen und erforderliche Daten zu finden sein. Auf die Bodenrichtwerte Stand 01.01.2022 der jeweiligen Kommunen kann hierüber dann ebenfalls zugegriffen werden. Darüber hinaus gibt es bereits jetzt auf der Webseite des Finanzministeriums ein umfassendes FAQ sowie ein kurzes Video zur Erklärung. In Ergänzung dazu können allgemeine Fragen dem virtuellen Assistenten der Steuerverwaltung unter www.steuerchatbot.de gestellt werden.

 

(Quelle: Ministerium für Finanzen BW)